Wright, Frank Lloyd

1867 – 1959

Wright gilt als bedeutendster Architekt der USA aller Zeiten. Der Schüler und Bewunderer von Louis Sullivan schuf über 500 Bauten, darunter viele Meisterwerke. Sein Werk ist die Brücke zwischen der traditionellen Architektur und den Modernisten zu Beginn des 20. Jh. Er versuchte, die Quintessenz eines amerikanischen Stils zu definieren. Dies drückte er vorwiegend mit Wohnhäusern aus. Wright wurde in seinen frühen Jahren oft mit dem sog. Prairie Style assoziiert, d.h. flache Häuser mit horizontalen Linien und tiefen, langen Dächern, die die Landschaft, in der sie gebaut sind, wiederaufnehmen. Dieses Ideal entwickelte er später zu den Usonian Houses weiter, indem er es mit Flachdächern und Open-plan spaces erweiterte. Er bezeichnete seinen Stil als organisch, damit meinte er jedoch nicht die Imitation der Natur, sondern die Harmonie der Bauten mit sich selbst und der Umgebung, die Integration in diese. Die Prinzipien der organischen Architektur waren weiter: Einfachheit und Ruhe: Eliminierung alles nicht notwendigen, z.B. trennende Innenwände. Individualität: Ausdruck der Persönlichkeit des Auftraggebers: dies erlaubte ihm den Umgang mit dem eklektischen Stil des Historismus, der auch in der Architektur Nordamerikas des 19. Jh. grossen Anklang fand. Anfangs des 20. Jh. geriet die Frage der Repräsentanz eines Stils in den Hintergrundund und die Frage, wem sich die Architektur präsentieren sollte, gewann an Bedeutung. Farben der Natur: farbliche Harmonie mit der Umgebung. Natur der Materialien: Oberflächenstruktur und Farbe der Materialien sollen unverfälscht bleiben. Spirituelle Integrität: analog zur Arts-and-crafts-Bewegung sollten auch Gebäude Qualitäten wie menschliche Qualitäten beherbergen, liebenswürdig sein und Freude bereiten. Zudem orientierte er sich an den Prinzipien der Funktionalität, Technologie und der steten Weiterentwicklung der Formen.