Oehlen, Albert

geb. 1954

Der deutsche Künstler war wie auch sein Bruder Markus Oehlen in den 1980er Jahren Teil der neo-expressionistischen Avantgarde-Kunstbewegung Junge Wilde in Deutschland. Seine Werdegang unterliegt einem stetigen Wandel zwischen zahlreichen Stilen, Techniken und Inhalten. Zwischen figurativ und abstrakt, rigorosem Formalismus und poetischer Geste, Tradition und Technologie, sein Interesse galt seit jeher der Untersuchung des Mediums Malerei. Dabei fertigte er z.B. in den 1990er Jahren Bilder mit Tintenstrahldrucker oder Designprogramm. Der kontroverse, erfolgreiche Künstlern lebt in der Schweiz.

zitat aus https://www.maxhetzler.com/exhibitions/albert-oehlen-2021-goethe/press-de/

Seine ersten abstrakten Arbeiten kreierte Oehlen in den späten 1980er-Jahren mit ikonoklatischer Absicht, in der Hoffnung die Unzugänglichkeit der Malerei anzuprangern. Seit den frühen 1990er-Jahren finden sich vieldeutige Formen und Farbphänomene in seinen Werken wieder, die seither zu Erkennungszeichen seines Oeuvres wurden.

Die technische Vielfalt, die sich von heftigem Tropfen, Sprühen und Verschmieren über delikates Verwischen und hin zu Sfumato erstreckt, vergegenwärtigt Oehlens zügellose Herangehensweise an die Malerei. Zwischen Flächigkeit und Tiefe, Struktur und Formlosigkeit, stellen die Werke malerische Detailfreude einer ausgeprägten Demolierung entgegen und offenbaren die unnachahmliche malerische Vielschichtigkeit des Künstlers.